Fatalitycicada's Blog

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teil 3 – verabschiedungen und zahlen March 16, 2010

Filed under: sprache — fatalitycicada @ 7:20 am
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Dieses Mal geht es um Begrüssungen, Verabschiedungen und Zahlen:

Wenn du in Kiswahili jemanden grüssen möchtest, so kommt es darauf an, ob du älter, gleich alt oder jünger bist als der andere. Das Allerweltsgrusswort heisst Jambo. Diesen Gruss verwendest du für alle, welche etwa gleich alt sind wie du (man spricht es so aus: “djambo”).

Bist du der Jüngere, so sagst du dem Älteren: Shikamoo (man spricht “schgamoo”). Er wird dir Marahaba zur Antwort geben. Shikamoo heist soviel wie “ich möchte mich dir zu Füssen werfen…” und wenn jemand dies schon tun möchte, so gebührt ihm auch eine höfliche Antwort: Marahaba – “ich nehme deinen Gruss an”.

Oft hörst du aber ein habari, dann sagst du nzuri. Habari heisst “wie geht es dir” und nzuri heisst “gut”. Streng genommen heisst habari “Nachrichten”. Hier eine Übersicht über Wörter, welche man zum Grüssen verwenden kann:

habari
habari gani
Was für Nachrichten hast du? / Wie geht es? / Was gibt es Neues?
nzuri gut salama friedlich
nzuri sana sehr gut nzuri kidogo nur etwas gut…
safi super, ausgezeichnet! mbaya schlecht (wird beim Grüssen äusserst selten verwendet!)
safi sana sehr super!
safi kabisa absolut spitze!

NB: Habe ich schon erwähnt, dass der Z immer fein und stimmhaft ausgesprochen wird (wie eine summende Biene) und dass der S immer scharf und stimmlos ist? Im Deutschen ist es gerade umgekehrt.

Das Begrüssungszeremoniell könnte wie folgt ablaufen. In Afrika hat man Zeit, da werden viele Fragen gestellt, bis man mal zur Sache kommt:

Jambo*
Hallo!
jambo** hallo!
habari yako? wie geht es dir?
nzuri gut
habari za asubuhi / mchana / jioni? Wie geht’s heute Morgen / Nachmittag / Abend?
safi super (sehr gut)
umeamkaje? wie bist du aufgewacht?
salama friedlich
habari za watoto? wie geht es den Kindern?
nzuri gut
habari za nyumbani? wie geht es zu Hause?
safi sana sehr super (ausgezeichnet)!
haya, sawa, asante! also, ok., danke!
sikiliza… hör mal… (nun beginnt das eigentliche Gespräch)

* oder: shikamoo als Anrede
** oder: marahaba als Antwort auf shikamoo

Das Verabschieden ist nicht so kompliziert. Es gibt wie im Deutschen einige Redewendungen, welche man verwendet. Hier einige Beispiele:

asante
danke
kwa heri tschüss, auf Wiedersehen (kwa heri heisst wörtlich: “mit Glück”)
tutaonana wir werden uns wiedersehen (wir sehen uns)
tutaonana baadaye wir werden uns später wieder sehen
tutaonana kesho wir werden uns morgen wieder sehen
siku mwema (ich wünsche dir einen) guten Tag
usiku mwema (ich wünsche dir eine) gute Nacht
lala salama schlafe friedlich (schlaf gut)
safari njema gute Reise
pumzika salama ruhe (dich) friedlich (aus)
haya, baadaye also, bis später

Kommen wir nun zu den Zahlen. Für mich waren Zahlen in Kiswahili immer etwas einfaches, da man sie baukastenähnlich zusammensetzen kann:

moja 1 kumi 10
mbili 2 ishirini 20
tatu 3 thelathini 30
nne 4 (sprich: “n-ne”) arobaini 40
tano 5 hamsini 50
sita 6 sitini 60
saba 7 sabini 70
nane 8 themanini 80
tisa 9 tisini 90
kumi 10 mia moja 100

Kommen wir zu den grösseren Zahlen:

mia Wort für Hunderter laki Wort für 100’000er
mia moja 100 laki moja 100’000
mia mbili 200 laki mbili 200’000
mia tatu 300 laki tatu 300’000
elfu Wort für Tausender milioni Wort für Millionen
elfu moja 1000 milioni moja 1’000’000
elfu mbili 2000 milioni mbili 2’000’000
elfu tatu 3000 milioni tatu 3’000’000
(more…)
 

Kiswahili? ! March 12, 2010

Filed under: sprache — fatalitycicada @ 7:07 am
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Kiswahili ist die Amtssprache von Tanzania. Mit Englisch zusammen bildet Kiswahili auch die Amtssprache in Kenya und Uganda. Weiter wird Kiswahili in Burundi, Rwanda und im östlichen ehemaligen Zaire gesprochen. Kiswahili ist nicht eine Stammessprache, sondern eine Sprache, die sich nach und nach an der Küste zur Insel Zanzibar hin entwickelt hat. Die Sprache hat sich sehr schnell unter den Händlern verbreitet, da kein Volksstamm gezwungen war, eine Sprache eines anderen Stammes zu erlernen. Gerade deshalb konnte sich diese Sprache so gut durchsetzen. Mswahili bedeutet zu deutsch: Küstenbewohner. Kiswahili ist daher die Sprache der Küstenbewohner. Starten wir nun mit dem kleinen Sprachkurs in Kiswahili!

Im Kiswahili findest du oft lange Wörter, bei welchen du wissen musst, wo man diese abtrennen kann, vor allem in Verb-Verbindungen.

Für die Zeiten Gegenwart (Präsens), Vergangenheit (Präteritum) und Zukunft (Futur 1) kann ein schöner Frauenname als Eselsbrücke dienen: Nathalie (na, jedenfalls, wenn man ihn falsch schreibt: na-ta-li).

-na- bedeutet Gegenwart (Präsens)
-ta- bedeutet Zukunft (Futur 1)
-li- bedeutet Vergangenheit (Präteritum)

Dann musst du noch alle Personalpronomen in Verbindung mit dem Verb kennen:

ni- bedeutet: ich tu- bedeutet: wir
u- bedeutet: du m- bedeutet: ihr
a- bedeutet: er / sie / (es) wa- bedeutet: sie

Ohne Verb brauchst du folgende Personalpronomen:

mimi bedeutet: ich sisi bedeutet: wir
wewe bedeutet: du ninyi bedeutet: ihr
yeye bedeutet: er / sie / (es) wao bedeutet: sie

So, nun kannst du schon die ersten Sätze bilden, dazu benötigst du aber noch einige Verben. Das ku- oder kw- am Anfang des Verbes braucht man meistens nur für die Grundform (Infinitiv) des Verbes.
Na, dann lern mal schön fleissig!:

kuandika schreiben kuona sehen
kucheka lachen kupa geben
kucheza spielen kupanda pflanzen
kuendesha fahren kupenda lieben
kufanya machen kupiga schlagen
kufurahi (sich) freuen kupiga simu telefonieren
kuhesabu rechnen kupika kochen
kujua wissen kupumzika (sich) ausruhen
kula essen kusafiri reisen
kulala schlafen kusaidia helfen
kulia weinen kusalimia grüssen
kulipa bezahlen kusema sagen
kununua kaufen kusoma lesen
kunywa trinken kuuliza fragen
kuoga (sich) waschen kuweza können
kuogopa (sich) ängstigen kwanza beginnen
kuomba bitten kwenda gehen

So, nun kannst du nach Herzenslust basteln! Setze jetzt immer die Einzelteile zusammen und lasse das ku- bzw. das kw- weg, z. B. so:

ni-na-soma ich lese (jetzt)
ni-ta-soma ich werde lesen
ni-li-soma ich las

Die Strichlein lässt du weg, z. B.:

unapumzika du ruhst dich aus ninaenda ich gehe
utapumzika du wirst dich ausruhen unaenda du gehst
ulipumzika du ruhtest dich aus anaenda er / sie geht
tunasaidia wir helfen tunaenda wir gehen
tutasaidia wir werden helfen mnaenda ihr geht
tulisaidia wir halfen wanaenda sie gehen

Bei kula, kunywa und kupa lässt du das ku- dran, z.B.

ninakula ich esse
unakunywa du trinkst
anakupa er gibt


Häufig brauchst du auch noch einige Fragewörter. Man kann sie gut verwechseln, da sie alle ähnlich klingen (wie übrigens auch im Deutschen!):

nini was? ngapi wieviel?
kwa nini warum? lini wann?
nani wer? namna gani wie?
wapi wo?